vergriffen
PfeilHelmut Wieteck
 

Salo Flohr

das Schachleben in der Tschechoslowakei


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Inhalt

Salo Flohr, heute ein fast vergessener Schachmeister, erlitt ein Schicksal, das in vielem Ähnlichkeit mit dem Lebenslauf seiner Schachkollegen wie Steinitz, Lasker, Tarrasch, Rubinstein, Tartakower, Nimzowitsch, Mieses u.a. hatte. Alle waren sie Getriebene, die von den Unbilden der Zeit durch die Welt gehetzt wurden. Sie alle prägten das Schachspiel im 20. Jahrhundert und mussten doch immer auf der Hut vor Pogromen und Angriffen ihrer Mitmenschen sein, die in ihrer Borniertheit sie nur wegen ihres mosaischen Glaubens verurteilten.

In Deutschland war Flohr, der fließend deutsch sprach, lange Jahre bekannt durch seine Artikel in den Schachzeitschriften, die immer Humor gespickt waren und die sich durch große Lebensweisheiten auszeichneten.

Dieses kleine Buch soll an den liebenswerten Meister und kundigen Journalisten Salo Flohr erinnern.

005 Vorwort

007 1.Teil

Salo Flohr 012 Rohitsch-Sauerbrunn 1929

014 Der Olympiakämpfer

017 Bled 1931

019 Der Wettkampf mit Mir Sultan Khan

020 Der Wettkampf mit Max Euwe

022 London 1932

024 Bad Silac 1932

025 Bern 1932

026 Flohr in Hastings

034 Der Wettkampf mit Michail Botwinnik

039 Zürich 1934

042 Moskau 1935

050 Bad Podjebrad 1936

052 Nottingham 1936

057 Kemeri 1937

062 Das AVRO-Turnier 1938

066 Bournemouth 1939

067 Flohr in der Sowjetunion

080 2.Teil

Das Schachleben in der Tschechoslowakei

081 Schach in der Tschechoslowakei

083 Pistyan 1922

087 Teplitz-Schönau 1922

090 Mährisch-Ostrau 1923

094 Marienbad 1925

097 Prag

105 Oldrich Duras

106 Die großen Turniere in Karlsbad

109 Karlsbad 1907

114 Karlsbad 1911

120 Karlsbad 1923

123 Karlsbad 1929

128 Berühmte tschechoslowakische Schachspieler und -Komponisten

128 Karel Treybal

129 Richard Reti

131 William Anthony Shinkman

132 Karel Traxler

133 Hans Fahrni

134 Karel Opocensky

135 Siegfried Renigald Wolf

136 Karel Hromadka

137 Vladimir Nemec

137 Dr. Miroslav Kostal

137 Josef Rejftir

138 Emil Richter

138 Jörge (Jiri) Pelikan

138 Vladimir Pachman

139 Ervin Rosenblatt

139 Ladislav Alster

139 Cenek Kottnauer

140 Ludek Pachmann

143 Die Teilung der Tschechoslowakei

144 Sudetendeutsche

146 Partienindex

Helmut Wieteck ist allen RE-Lesern bestens bekannt als höchst versierter Autor vieler Artikel und etlicher Bü­cher die herausragende Spielerpersön­lichkeiten und auch ganze Schach-Epochen zum Thema haben. Sein neu­estes Werk würdigt das Schachleben in der Tschechoslowakei in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und seine Gallionsfigur GM Salo Flohr; es glie­dert sich deshalb in zwei Hauptab­schnitte:

1) Salo Flohr (1908-1983\'cc gehörte in den 1930er-Jahren zu den zehn stärks­ten Spielern der Welt (höchste histori­sche Elozahl 2680). Er entstammte ei­ner jüdischen Familie aus der Ukraine, floh nach einem Progrom, bei dem sei­ne Eltern ums Leben kamen, in die Tschechoslowakei und emigrierte schließlich 1938 nach Moskau, wo er sein restliches Leben verbrachte. Seine Schachkarriere begann 1929 beim in­ternationalen Turnier in Rohitsch-Sauerbrunn, wo er mit einer Mischung aus wuchtigem Kombinationsspiel und feinziselierter Technik den zweiten Rang hinter dem großen Polen Akiba Rubinstein belegte. Weitere Erfolge stellten sich ein in der tschechischen Olympiamannschaft, bei Zweikämpfen mit Sultan Khan, Euwe, Botwinnik so­wie in Gestalt vorderster Plätze bei den Turnieren in London 1932, Bad Sliac 1932, Hastings (dreimal Erster von 1921/32 bis 1933/34!), Scheveningen 1933, Bad Liebwerda 1934, Zü­rich 1934, Moskau 1935 (punktgleich vor seinem Freund Botwinnik), Mar­gate 1936, Bad Podjebrad 1936 (Sie­ger), Nottingham 1936, Kemeri 1937 und 1939 jeweils Erster), Margate 1939 und Bournemouth 1939. Nach seiner Emigration in die UdSSR hatte Flohr seinen Zenit überschritten, wusste sich aber durch kräftesparendes Spiel (mehr Remisen als früher) - den­noch für längere Zeit in der absoluten Elite zu behaupten - so kam er noch 1947 bei der bärenstark besetzten Sowjetmeisterschaft auf den achten Rang bei 29 Teilnehmern. Flohr, der "tschechische Capablanca", machte sich überdies einen Namen als exzel­lenter Simultanspieler und als Verfasser zahlreicher, mit Humor und feiner Ironie durchsetzter Artikel in deut­schen Schachzeitschriften (er sprach fließend deutsch). Helmut Wieteck hat die Flohr-Biographie mit vielen Tur­niertabellen, zahlreichen Abbildungen, sowie 55 Partien und 12 Partiefrag­menten des Großmeisters angereichert (S. 7-79).

2) Schach in der Tchechoslowakei (S. 80-145): In diesem Kapitel lässt der Autor die bedeutenden Turniere in Prag (1908), Karlsbad (1907, 1911, 1923 und 1929), Pistyan 1922, Teplitz-Schönau 1922, Mährische-Ostrau 1923 und Marienbad 1925 Revue passieren, wo sich Schachgrößen wie Lasker, Re­ti, Bogoljubow, Rubinstein, Teich­mann, Aljechin und Nimzowitsch in die Siegerlisten eintrugen (S. 80-127). Im letzten Abschnitt (S. 128-145) erin­nert Wieteck an bedeutende tschecho­slowakische Spieler und Problemkom­ponisten wie Karel Treybal, Richard Reti, Karel Traxler, Hans Fahrni, Karel Opocensky, Siegfried Reginald Wolf, Karel Hromadka, Josef Rejftir, Jiri Pe­likan, Vladimir und Ludek Pachman, Ervin Rosenblatt, Cenek Kottnauer u.a., die er mit einigen ihrer besten Leistungen zum Zuge kommen lässt. Teil 2 enthält weitere 35 Partien, sechs Partiefragmente und je ein Schachpro­blem von Shinkman, Traxler, Havel und L. Pachman, dazu ebenfalls diver­se Turniertabellen und Abbildungen.

Für alle an dem Weltspitzenspieler Sa­lo Flohr und allgemein schachge­schichtlich Interessierten bietet der äu­ßerst kenntnisreich zusammengestellte Band eine wahre Fundgrube an histori­schem Material und an großen Partien vieler Protagonisten der damaligen Epoche.

Dr. W. Schweizer, Rochade Europa 07/2005




Preis: 
 
Artikelnummer:
LXWIESF
 
Kategorie:
PfeilPartiensammlungen
  PfeilBiographien
 
Sprache:
Deutsch
 
Verlag:
PfeilNeu-Jung
 
ISBN-10:
3933648203
 
ISBN-13:
 
Breite: 
14,7 cm
 
Höhe: 
20,9 cm
 
Gewicht: 
0,210 kg
 
Dieses Bild zeigt Salo Flohr: vergriffen, Hersteller: Neu-Jung, Preis: 16.80 €
152 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2005.
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