PfeilMilan Novkovic
 

Perlen aus meinem Schachtagebuch



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In seinen "Perlen“ nimmt der Internationale Schachmeister Milan Novkovic seine Leserinnen und Leser mit auf eine spannende und amüsante Reise durch Schachklubs und Turniersäle in Ex-Jugoslawien, Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Mit scharfem Blick, kurz und pointiert, berichtet er von ganz persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen, als Akteur und Beobachter: Von Triumphen und Tragödien, vom kometenhaften Aufstieg und Untergang von Klubmannschaften, vom bittersüßen Leben als Schachprofi, von Begegnungen mit Weltklassespielern. Mit im Reisegepäck sind 128 Partien.

In faszinierender Leichtigkeit lädt der diplomierte A-Trainer ein, hinter die Kulissen von Zügen und Manövern zu blicken. Voller Emotion und nüchterner Logik. Unterhaltsam und lehrreich. Eine Fundgrube für aufstrebende Vereinsspieler, Trainer und Schachfans.

Milan Novkovic, geboren am 20. September 1966 in Bosnien, lebt seit 1990 in Dornbirn, Internationaler Schachmeister und geprüfter A-Trainer.

009 Einführung

011 Schachleben in Banja Luka

014 Einstieg in das Mannschaftsschach

015 Vereinsmeisterschaften bei "Nikica Pavlic"

016 Bosnische Juniorenmeisterschaften

019 Positionelle Sicherheit

020 Der stärkste Schachspieler unter den Frisören

022 Big Points

023 Spielen gegen die Trainer - Vule

027 Am Demobrett beim GM-Turnier

029 Ir saint over, till it s over

030 Kroatisches Cup-Finale

031 Familientragödie und Zerfall Jugoslawiens

032 Spielen gegen die Trainer - Enver

037 Qualifikation mit Hindernissen

039 Spielen gegen die Freunde

041 Verkorkste Chance

043 Der ultimative Tiefpunkt

045 Je tiefer der Fall, desto höher der Aufstieg

052 Ein Glücksfall kommt selten allein

057 Schwanengesang in Pula

059 Vorarlberger Landesmeister

060 Abenteuer im Fürstentum

061 Letzter Sommer in Banja Luka

063 Der kleine Vesko

065 Züge, die "nicht gehen"

067 Freunde aus Minsk

069 Zwei remisliche Endspiele

073 Chancenverwertung und Zähigkeit

077 Erste Partie für St. Gallen

078 Schach und Poker

080 Studie am Brett

081 Szeged 1994 - Anbruch einer neuen Ära

085Öl ins Feuer

088 Das Wunder von Zell am Harmersbach

090 Viktor der Schreckliche

097 Untergang im Blitztempo

099 Wie man eine Variante lernt

102 Talente und Gefahren

105 Begegnung mit Altmeistern und Legenden 1

106 Begegnung mit Altmeistern und Legenden 2

108 Gesetze der letzten Runde 1

110 "Allein" auf der Bühne

112 Zum ersten Mal im Europacup - SK Hohenems

115 Verfrühte Aufgabe

118 GM Turnier

122 Bundesliga-Debüt

123 Cappelle la Grande und das Gefühl der Schachgemeinschaft

125 Gesetze der letzten Runde 2

128 Spassky am Boden

130 Qualifikation für den Europacup

131 Mit dem Handtuch kurz vor der Partie

136 Der jüngste Großmeister aller Zeiten

143 Fernschach-Genie

145 Partie des Lebens

149 Der verzweifelte Coach

151 Das blinde Huhn

154 Opfer aus Verzweiflung

155Österreichischer Mannschaftsmeister

167 Ruine statt Festung

170 Schachspieler als Schlossherren

171 Scharfer Aufschlag 1.e4

174 Baramidze

176 Angstgegner

179 Legendäre Pulvermühle

182 Land of chess amateurs

184 Ohne Fleiß kein Preis

186 Der letzte Zug im Europacup

190 Skandinavische Kaltblütigkeit

192 Eduardas

194 Valeris Rekord

195 Auf dem Weg zur Weltspitze

198 Arik

200 Huseks Testament und Gustis Bluff

203 Bezold

205 Simultan auf 1000 Brettern

207 Schach am Bahnhof

211 Varianten berechnung

212 Ausbildung zum Sporttrainer

214 Klassische Vorbilder

218 Unsichtbare Züge

221 Neue Motivation - Trainingsplanung und Umsetzung

229 Schach und Politik

231 Die Macht der Dynamik

232 Die Brücken hinter sich verbrennen

236 Einberufung ins Nationalteam für die Olympiade in Istanbul 2012

239 Normenjäger

241 Perfektion im Endspiel

243 "Der Lauf"

246 "Training" für die Klimaanlage

247 Olympisches Wunder

250 Die Ernüchterung

255 Im Rhythmus

256 "Majestät, es gibt keinen Zweiten"

259 Die talentiertesten Schüler - Georg und Luca

265 Delikatesse am Schluss

268 Auflösung der Partie 96

271 Spielerverzeichnis

Der in Österreich ansässige IM und A-Trainer Milan Novkovic dürfte hierzulande nur wenigen Schachinteressierten bekannt sein. In der renommierten Edition des Joachim Beyer Verlags erschien kürzlich sein erstes Buch mit dem Titel "Perlen aus meinem Schachtagebuch“.

Dieses "Schachtagebuch“ kombiniert in reizvoller und origineller Weise Biographie, Partiesammlung und Chronik. Der Autor schildert seinen persönlichen, schachlichen und beruflichen Werdegang zwischen 1981 und 2012, die Entwicklung des schachbegeisterten und talentierten Jugendlichen zum Internationalen Meister, der an Europapokal-Wettbewerben und Schacholympiaden teilnimmt.

Sein Lebensweg vollzog sich nicht nur im Sinne einer individuellen Karriere, sondern hatte auch eine räumliche Dimension. Novkovic, geboren 1966 in Banja Luka (Bosnien-Herzegowina), verließ aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung im damaligen Jugoslawien seine Heimat Ende der 80er Jahre und ließ sich in Österreich nieder. Hier wurden Vereine sehr schnell auf den talentierten jungen Mann aufmerksam und verpflichteten ihn für ihre Teams. Engagements in Deutschland und der Schweiz folgten.

Als "Wegmarken“ oder "Kilometersteine“ fungieren 128 Schachpartien, die der Autor in der Mehrzahl fragmentarisch, mit den entscheidenden Wendepunkten, wiedergibt. Die kompletten Spielverläufe lassen sich mit Hilfe der beigefügten CD verfolgen.

Hauptsächlich führt der Autor eigene Partien an, aber auch Spiele von Mannschaftskameraden, Schülern o.a., die er bei verschiedenen Gelegenheiten verfolgte und die ihm interessant und mitteilenswert erscheinen. Wie der Leser bald bemerkt, wird hochklassiges Schach nicht nur bei der Wettkämpfen und Turnieren der Supergroßmeister, sondern auch andernorts gespielt.

Bei der Kommentierung setzt der Autor nicht auf lange Varianten, sondern versucht die verschiedenen Pläne und Absichten der Kontrahenten beschreibend zu erfassen und dem Leser zu vermitteln. Hierbei fällt seine erfrischende Ehrlichkeit auf. Novkovic gibt sich nicht als Allwissender, sondern scheut sich durchaus nicht, eigene Fehleinschätzungen offen zuzugeben.

Als aufmerksamer Beobachter fängt er das Drumherum der jeweiligen Veranstaltung geschickt ein, sodaß der Leser einen Eindruck von der Atmosphäre des Turnieres oder Mannschaftskampfes gewinnt. Da der Autor, wie erwähnt, für Vereine in verschiedenen Ländern tätig war, gewinnt der Leser auch Einblicke in die jeweiligen Schachszenen.

Hervorzuheben ist, daß sich der Autor bemüht, seine Erfahrungen weiterzugeben. Eingestreut in das "Schachtagebuch“ finden sich nützliche Hinweise für das Studium von Eröffnungen, den Aufbau eines Trainingsplans u.a.m..

Insgesamt gesehen, ist Milan Novkovic ein sehr reizvolles Buch gelungen. Es bietet neben interessanten Partien und nützlichen Tipps Einblicke in der Schachszene unterhalb der Elite, ein Bereich, der möglicherweise nicht immer ausreichend Beachtung in der Schachpublizistik findet. Gleichzeitig schildert es ein neuzeitliches Emigrantenschicksal, das durch wirtschaftliche und politische Einflüsse erzwungene Verlassen der Heimat und die Gründung einer neuen Existenz in der Fremde, bei der sich das Schachspiel als sehr hilfreich erwiesen hat.

Michael Paap für BdF

August 2014




Preis: 
 
Artikelnummer:
LXNOVPAMS
 
Kategorie:
PfeilPartiensammlungen
  PfeilBiographien
 
Sprache:
Deutsch
 
Verlag:
PfeilBeyer
 
Breite: 
15,0 cm
 
Höhe: 
21,0 cm
 
Gewicht: 
0,650 kg
 
Milan Novkovic: Perlen aus meinem Schachtagebuch
272 Seiten, gebunden, 1. Auflage 2014.
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